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Wärmepumpe

Wärmepumpe (Bild)Bildquelle: Viessmann Werke

Die Wärmepumpe steht für ein alternatives Heizungssystem, das in der Gegenwart aufgrund des Klimawandels und steigender Energiepreise zunehmend an Attraktivität zulegen konnte. Wärmepumpen gewinnen im Gegensatz zu herkömmlichen Heizungssystemen bis zu drei Viertel des Bedarfs an Heizwärme aus der Umwelt. Der ideale Nutzungsfall zeigt sich beim Betreiben einer Fußbodenheizung, da diese mit geringen Vorlauftemperaturen von 30 bis 40 Grad Celsius auskommt.

Das Funktionsprinzip der Wärmepumpe ist bereits seit 150 Jahren bekannt. In den USA begann im Jahr 1945 die Entwicklung sogenannter erdgekoppelter Wärmepumpen, die zum Heizen und Kühlen eingesetzt wurden. Eine erste Anlage beinhaltete über 150 Meter Kupferrohre, die in einer Tiefe von zwei Metern verlegt wurden. Ein Gebläse sorgte für den Transport der warmen Luft.

Eine Wärmepumpenheizung besteht im allgemeinen aus einer Wärmequellenanlage, einem Heiz- und Speichersystem und der Wärmepumpe selbst. Ein Kältemittel, welches auch bei Minustemperaturen kocht und verdampft, dient der Wärmeübertragung beziehungsweise dem Wärmetransport. Ein Verdampfer in der Anlage sorgt dafür, dass das Kältemittel gasförmig wird. Danach wird dieses unter Druck verflüssigt und zum Wärmeaustauscher geleitet. Die im Wärmeaustauscher entstehende heiße Flüssigkeit überträgt sich auf das Heizungssystem. Die anschließende vollständige Abkühlung und ein notwendiger Druckabbau führt dazu, dass es zu einer Rückverwandlung in den gasförmigen Zustand kommt. Jetzt der beginnt der Kreislauf neu.

Die Formen der Wärmepumpe werden hinsichtlich ihrer Energiequellen und Anwendungsbereiche unterschieden. Daraus ergeben sich drei unterschiedliche Formen von Wärmepumpen. Dazu zählen die Sole- (Erdwärme-), Luft- und Wasser-Wärmepumpe. Die Preise für die Anschaffung und Installation reichen je nach Art von 10.000 bis 25.000 Euro. Eine solche Investition lohnt sich wegen der künftigen Kosteneinsparungen dennoch. Lediglich die Stromkosten für das Betreiben der eigentlichen Wärmepumpe müssen regelmäßig bezahlt werden.


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