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Immobilienlexikon

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Staffelmietvertrag

Staffelmietvertrag (Bild)

Mietverträge gibt es in unterschiedlichen Varianten. Eine Möglichkeit ist der sogenannte Staffelmietvertrag. Im Staffelmietvertrag werden neben der anfänglichen Miete zusätzlich die jährlichen Anhebungen dieser vereinbart.

Als Mieter sollte man darauf achten, dass diese genau festgelegt sind. Zusätzliche Erhöhungen seitens des Vermieters sind nicht zulässig. Eine Ausnahme stellt die Anpassung der Betriebskostenvorauszahlung dar. Staffelmietverträge sind in der Regel als Zeitverträge auf vier Jahre angelegt. Während der Laufzeit ist es dem Vermieter untersagt zu kündigen. Für den Mieter gilt das Sonderkündigungsrecht. Dieses greift etwa bei Beamten oder Geistlichen, die versetzt werden oder beim Tod des Mieters. Ansonsten darf er erstmalig nach Ablauf der ersten vier Jahren kündigen und fortan mit der gesetzlichen Kündigungsfrist von drei Monaten.

Für den Vermieter hat der Staffelmietvertrag den Vorteil, dass er die Mieterhöhung automatisch erhält und sie nicht mehr gesondert begründen und den Mieter auffordern muss. Beide Vertragspartner profitieren von der Planungssicherheit, sie wissen, was sie finanziell in den Jahren des Staffelmietvertrages erwartet. Ist der Vertrag ausgelaufen, kann die Miete wieder erhöht und Modernisierungskosten an den Vermieter weitergegeben werden.

Die Nachteile liegen für den Vermieter eventuell bei einer unregelmäßigen Entwicklung der Mietpreise, etwa wenn die allgemeinen Mieten schneller steigen, als im Staffelmietvertrag festgelegt ist, denn dieser ist bindend. Hierin kann wiederum der Vorteil für den Mieter liegen.

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