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Immobilienlexikon

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Energieeffizienz

Das energieeffiziente Eigenheim (Bild)Foto: Thorben Wengert | pixelio.de
Durch die Einführung des Energieausweises ist die Bewertung energetischer Daten durch den Käufer, Mieter oder Pächter transparenter geworden. Der Energieausweis schlüsselt Daten zum Baujahr des Gebäudes und der Anlagetechnik auf, mach Angaben darüber wie viel Energie benötigt wird sowie über den Energieträger. Bewertungskennwerte sind der Primärenergiebedarf, der Endenergiebedarf und der Energieverbrauch.

Primärenergiebedarf: Neben dem Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasser werden ebenfalls Verluste, die von der Gewinnung, Aufbereitung und Transport der Energie bis zum Gebäude und der Verteilung sowie Speicherung im Gebäude anfallen, betrachtet. Die Einheit ist kWh/(a m²). Endenergiebedarf: Es handelt sich um die Energiemenge, die zur Deckung des Heizwärmebedarfes und Trinkwasserwärmebedarfes inklusive der Energieverluste durch die Anlagetechnik benötigt wird.

Der Energieverbrauchskennwert gibt den gemessenen Energieverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr und m²-Fläche eines Gebäudes an, angegeben in kWh/(a m²).

Bei steigenden Energiepreisen und in Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei Energiekosten um einen sehr großen Kostenfaktor handelt, ist die Bewertung des Energieausweises unabdingbar. Zur Bewertung dieser Kennwerte ist Fachwissen gefragt, denn alle Kennwerte im Energieausweis müssen auch interpretiert werden können.

Wohngebäude mit hoher Energieeffizient kann über die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ein Gütesiegel zur Ausweisung verliehen werden. Das Siegel zeigt die besondere Energieeffizienz des Gebäudes. Ständige Kontrollen gewährleisten die Qualität des Gütesiegels.

Die Vergabe des Zertifikates erfolgt basierend auf den Energiestandards der KfW-Förderung. Ein neugebautes Gebäude muss mindestens dem Standard Effizienzhaus 70 oder 55 und ein sanierter Altbau mindestens Effizienzhauses 100 entsprechen. Die Energieeffizienz des Hauses ist umso größer, je niedriger die Zahl ist. Das bedeutet, dass ein Haus, welches in Stufe 70 eingeteilt ist, lediglich 70 Prozent der Energie verbraucht, die als Maximum zugelassen ist. Ob moderner Neubau oder saniertes Gebäude: Bei Häusern mit dem dena-Gütesiegel Effizienzhaus ist der Energiebedarf auf jeden Fall gering und kann als zuverlässiges Kriterium bei der Kaufentscheidung herangezogen werden.

Um so ein Effizienzhaus-Gütesiegel der dena zu erhalten, muss ein entsprechender Nachweis erbracht werden. Dieser Nachweis muss in Form eines Energieausweises eingereicht werden. Das dena-Gütesiegel wird erst nach genauer Prüfung vergeben. Entspricht das Gebäude den geforderten Kriterien, wird eine Einteilung zwischen 40 und 100 vorgenommen. Natürlich werden auch nach der Vergabe immer wieder Stichproben durchgeführt, um zu prüfen, ob die Effizienzstufe auch weiterhin gerechtfertigt ist. Die Kosten einer Prüfung liegen zwischen 95 € und 300 €, je nach Gebäudetyp.


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