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Energieeffizienz und Solarförderung

Energieeffizient bauen Möchten Sie sich über Energieeffizientes Bauen oder Photovoltaikanlagen informieren? Hier alle wichtigen Fakten zur Energieeffizienz und Solarförderung!

Die Herausforderung könnte größer nicht sein: Auf der einen Seite muss Energie bezahlbar bleiben, andererseits sind mit der Energiewende klare Ziele formuliert worden, die Einschnitte und Zugeständnisse erforderlich machen – auch finanzieller Natur. Bundesumweltminister Norbert Röttgen spricht deshalb nicht grundlos vom „größten Modernisierungs- und Infrastrukturprojekt“ der Zukunft. Dabei geht es um zwei Aspekte: Erneuerbare Energien sollen nach und nach konventionelle, in erster Linie fossile Energiequellen ablösen. Zusätzlich müssen der Energieverbrauch und der CO2-Ausstoß im Laufe der kommenden Jahre drastisch reduziert werden. Das sind Aufgaben, mit denen sich auch Immobilienbesitzer und angehende Häuslebauer konfrontiert sehen.

Energiekosten: ein Fass ohne Boden

Schon aus eigenem Interesse heraus sind Besitzer von Wohneigentum gut beraten, das Thema Energie nicht auf die lange Bank zu schieben oder ganz zu ignorieren. Die reinen Energiekosten, ob nun Wärme oder Strom, erweisen sich zusehends als Fass ohne Boden. Gegensteuern lässt sich nur, indem der Energieverbrauch gedrosselt und/oder selbst Energie gewonnen wird. Sinnvoll zu sparen setzt allerdings tiefer gehende Änderungen voraus, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Glühbirnen gegen Energiesparlampen zu tauschen oder die Heizung auf Sparflamme laufen zu lassen, reicht nicht aus. Das Stichwort lautet Energieeffizienz und steht ganz oben auf der Agenda der Regierung. Über kurz oder lang führt also ohnehin kein Weg daran vorbei, aktiv zu werden.

Sanieren, modernisieren, renovieren

Eine Option ist, den Wohnraum energieeffizient zu modernisieren, zu sanieren oder zu renovieren. Diesbezüglich gibt es Dutzende Möglichkeiten, um insbesondere das Wohnklima und die Wärme-Energie-Bilanz zu verbessern. Wo genau angesetzt werden kann, sollte vorab mit einem Experten geklärt werden. Wärmebildaufnahmen zeigen, wo Energie verloren geht. Meistens sind es die Fenster, die schlecht abgedichtet sind oder nicht den neuesten Standards entsprechen. Auch ein nicht gedämmtes Dach erweist sich mitunter als Kostenfalle und lässt den Gaszähler im Winter rotieren. Hier lässt sich mit vergleichsweise wenig Aufwand viel erreichen. Das gilt auch, wenn das gesamte Haus mit Styroporplatten oder anderen Dämmmaterialien versehen wird, um Energie zu sparen.

Energie gewinnen: Sonnenkraft & Co.

Handelt es sich nicht um Bestandsimmobilien, sondern um Neubauten, sollte von Anfang an auf die Energieeffizienz geachtet und darüber hinaus über Energiegewinnung nachgedacht werden. Die bekannteste Lösung lautet Photovoltaik. Auf dem eigenen Dach Strom zu produzieren, der ans öffentliche Netz abgegeben wird, ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Andere Solarpanels sorgen für Wärmeenergie und speisen die Heizung bzw. übernehmen die Warmwasserversorgung. Je nach Region kommt als weitere Alternative Geothermie infrage, um die Energie aus dem Boden für sich nutzbar zu machen. Eigene Windkraftanlagen sind im privaten Bereich eher ungewöhnlich und eignen sich mehr für größere landwirtschaftliche oder Industriebetriebe.

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Solarförderung: Kürzungen sorgen für Unmut

Allerdings, und hier zeigen sich die negativen Folgen der Energiewende: Hausherren, die auf Sonnenergie bauen, müssen sich künftig mit deutlich geringeren Vergütungen zufriedengeben. Die Solarförderung, konkret der für 20 Jahre garantierte Abnahmepreis je Kilowattstunde, ist für neue Anlagen in den vergangenen Jahren immer weiter nach unten geschraubt worden. Ein Ende der Fahnenstange ist nicht in Sicht, zumal die Solarenergie in der Bundesrepublik zunehmend kritisch betrachtet wird. Dass der Entscheidung, den Besitzern weniger zu zahlen, mit Unmut begegnet wird, ist nachvollziehbar. Schließlich soll auf Wunsch der Politik vermehrt auf regenerative Energiequellen gesetzt werden. Streicht oder kürzt man nun den finanziellen Anreiz, ist das schlicht kontraproduktiv und könnte schlimmstenfalls den Ausbau mit Solaranlagen ins Stocken bringen. Man darf im Rahmen dieser Diskussion jedoch nicht übersehen, dass für Sonnenenergie zwar ein Großteil der Fördermittel aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz aufgebracht wird, Photovoltaik letztlich aber nur vergleichsweise wenig Energie zum Gesamtbedarf beisteuert. Hinzu kommt, dass die Panels immer günstiger und leistungsstärker werden. Es ist eine Medaille mit zwei Seiten. Für Hausbesitzer ist es deshalb umso wichtiger, genau zu rechnen, ob und in welchem Umfang es sich rentiert, die Module installieren zu lassen oder andere Maßnahmen zu ergreifen.

KfW-Bank: Fördermittel nutzen

Staatliche Fördermittel nutzen (Bild)

Im Rahmen der Kalkulation sollte auf jeden Fall geprüft werden, ob Fördermittel oder zinsgünstige Kredite in Anspruch genommen werden können. In der Bundesrepublik ist diesbezüglich die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) der wichtigste Ansprechpartner. Hausbesitzer bzw. Häuslebauer schließen den Vertrag allerdings nicht direkt mit der KfW-Bank ab, sondern in der Regel über ihre örtliche Bankfiliale. Bevor man mit seinem Berater spricht, ist Information das A und O. Die KfW-Bank bietet ein ganzes Portfolio an Förderprogrammen mit unterschiedlichster Ausrichtung. Auf der Internetseite der Bankengruppe können sämtliche Details – von den Voraussetzungen über die Höchstförderung bis hin zu den Rückzahlungsmodalitäten – eingesehen und Broschüren heruntergeladen werden. Je eher man sich darum kümmert, desto besser. Denn die Fördertöpfe sind gedeckelt. Wenn die Mittel für das laufende Jahr bereits vergeben sind, wird das jeweilige Programm vorerst gestoppt.

Beispiel: KfW-Programm Nr. 151

Zu den Angeboten, die sich speziell an Hausbesitzer richten, die energieeffizient sanieren möchten, zählt das Programm mit der Nummer 151. Hier bietet die KfW-Bank einen zinsgünstigen Kredit in Höhe von bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit. Bewilligt wird das Geld für Sanierungsmaßnahmen wie zum Beispiel eine neue Dämmung, eine Heizungserneuerung, den Fensteraustausch oder den Lüftungseinbau. Auch der Kauf frisch sanierter Einheiten – Haus oder Wohnung – wird über das Programm gefördert. Möglich ist ein Tilgungszuschuss von bis zu 12,5 Prozent der Darlehenssumme, abhängig davon, welcher KfW-Effizienzhaus-Standard durch die Arbeiten realisiert wird. Geht es um energieeffizientes Bauen, ist das KfW-Programm 153 interessant. Welche Lösung im Einzelfall optimal ist, sollte in Ruhe geklärt werden. Teils ist auch ein Sachverständiger (Energieberater) nötig, um die entsprechenden Nachweise erbringen zu können, dass das Vorhaben und die geplante Umsetzung den Richtlinien der KfW-Bankengruppe entsprechen. Wichtig: Einige der Programme können problemlos miteinander kombiniert werden.

Energie- und Modernisierungsdarlehen privater Banken

Kommt ein KfW-Darlehen nicht infrage, weil die Voraussetzungen nicht erfüllt werden oder weil man den Antrag zu spät gestellt hat, gibt es alternativ auch Angebote privater Banken. Mit Fördermitteln oder Zuschüssen darf zwar nicht gerechnet werden, gleichwohl räumen die Unternehmen durchaus interessante Konditionen ein. Statt einfach nach einem Kredit zu fragen, lohnt es sich also, mit der Bank zu sprechen und das Vorhaben zu erläutern. Sparpotenzial bietet sich zudem, wenn der Suchradius auf Direktbanken ausgeweitet wird. Um nur einige Beispiele zu nennen: Die ING-DiBa bietet einen speziellen Wohnkredit, der unter anderem für energieeffizientes Sanieren vergeben wird. Mit von der Partie ist auch die Bausparkasse Mainz mit ihrem Energiedarlehen, das sich unter anderem für die Finanzierung einer eigenen Solaranlage eignet. Das Motto dieser Offerte: „Umwelt und Geldbeutel schonen“. Ein Vergleich der unterschiedlichen Konditionen macht sich immer bezahlt, wobei vor allem auf die Vergaberichtlinien und den exakten Verwendungszweck geachtet werden muss. Bauherren und Immobilienbesitzer können auf diese Weise viel Geld sparen – erst beim Kredit und später bei den Energiekosten.

Die Energiewende selbst in die Hand nehmen

Um nicht irgendwann von den Nebenkosten für Wärme und Strom „überrollt“ zu werden, gilt es, die eigene Energiewende zu starten. Es mangelt weder an Möglichkeiten noch an Förderoptionen, um bestehende Immobilien energetisch auf den neuesten Stand zu bringen oder bei Neubauten von Anfang an in die Zukunft zu investieren. An der Energieeffizienz zu sparen, wäre in dem Fall Sparen am falschen Ende. Denn auf Dauer werden die Energiekosten noch weiter steigen – marktbedingt und aufgrund der politischen Vorgaben durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie der Pläne zur Energiewende. Dass auch eine Sanierung, eine Solaranlage auf dem Dach und generell Maßnahmen zur Energie-Einsparung Geld kosten, ist unbestritten. Kurzfristig mögen die Ausgaben schmerzen. Langfristig gesehen amortisiert sich jeder Cent, der investiert wird.

Wenn dann auch noch Fördergelder fließen - schließlich ist die Regierung durchaus bereit, Hausbesitzern finanziell ein wenig unter die Arme zu greifen - geht die Rechnung mit Blick in die Zukunft immer auf. Daran ändert auch die Tatsache wenig, dass Solarstrom nicht mehr in dem Maße gefördert wird, wie in den Anfangsjahren. Hier muss einer rasanten Entwicklung Tribut gezollt und berücksichtigt werden, dass die Förderung sich über die EEG-Umlage auch im Strompreis niederschlägt und damit für höhere Kosten sorgt.

Diese Informationen und Tipps zum Thema „Energieeffizienz & Solarförderung“ stellte Ihnen das Informations- und Vergleichsportal Immobilienfinanzierung.com zur Verfügung. Stand: 11. April 2012


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Tipps und Informationen

Zusammenfassend die wichtigsten Tipps und Informationen im Überblick:

  • Hausbesitzer: Wer bereits eine Immobilie sein Eigen nennt, kann mithilfe eines Energieberaters – zu finden unter anderem über die KfW-Bank – Schwachstellen erkennen und ausmerzen. Wärmebildaufnahmen zeigen, wo Energie verloren geht. Maßnahmen sind zum Beispiel eine neue Dämmung und/oder neue Fenster. Auch alte Heizungsanlagen „fressen“ unnötig viel Energie. Moderne Kessel arbeiten deutlich effizienter. Für jeden dieser Zwecke gibt es Förderdarlehen.
  • Hausbauer: Stehen die Planungen für das Eigenheim noch an, lassen sich die Weichen für energieeffizientes Wohnen in Absprache mit dem Architekten und gegebenenfalls einem Energieberater schon früh stellen. Mehrinvestitionen für höherwertige Fenster und eine bessere Dämmung lassen sich durch Fördermittel von der KfW-Bank zumindest teilweise kompensieren und machen sich auf Dauer bezahlt. Nicht umsonst sind Energiesparhäuser im Trend – selbst im Bereich der Fertighäuser.
  • Erneuerbare Energien: Die Frage, ob sich auch Investitionen in erneuerbare Energien – hauptsächlich in die Gewinnung von Solarstrom – rechnen, steht auf einem anderen Blatt. Die Förderung, die 20 Jahre lang einen festen Abnahmepreis je Kilowattstunde garantiert, ist in den vergangenen Jahren unter anderem aufgrund des schnellen Ausbaus merklich nach unten korrigiert worden. Nichtsdestotrotz sollte das Thema nicht ganz außen vor bleiben, zumal die Anlagen günstiger und effektiver geworden sind. Ausschlaggebend sollte daher sein, ob Wohnort und Lage geeignet sind und ausreichend Sonnenstunden bieten. Wenn kein Strom produziert werden soll, bietet sich eventuell eine Anlage zur Warmwassergewinnung an – auch per Geothermie. Bei der Kosten-Nutzen-Rechnung helfen Experten.

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