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Bauen für Allergiker


Bauen für AllergikerBeim Bauen für Allergiker ist die richtige Wahl der Materialien besonders notwendig. Worauf Sie achten müssen, finden Sie hier!

Ein gesundes Haus ohne Schadstoffe, indem man mit gutem Gefühl tief durchatmen kann, ist für Allergiker besonders wichtig. Voraussetzung dafür ist, dass das Haus nicht nur vor Umwelteinflüssen schützt, sondern auch keine gesundheitsschädlichen Stoffe ausdünstet. Ein Haus für Allergiker muss nicht immer zwangsläufig teurer sein, wenn von Anfang an entsprechend geplant wird.


Was alles beim Bauen für Allergiker beachtet werden sollte:

Beim Bau eines allergikergerechten Hauses beginnt es meist schon bei der Selektion des Grundstücks. Je nach Lage können Industriebetriebe, blühende Wiesen oder Bäume in der Nachbarschaft ebenso stören wie zum Beispiel Industrieabfälle im Boden. Im Zweifelsfall kann hier ein Bodengutachten Klarheit schaffen. Bei der Hausplanung selbst müssen Allergiker schon bei der Grundrissplanung Vorkehrungen treffen.

  • Hier sollte ein abgeschlossener Windfang eingebaut werden, denn dieser vermindert so die Pollenverteilung und Zugluft im Haus und für besonders Heuschnupfengeplagte kann eine "Pollenschleuse" vor dem Schlafzimmer Linderung bringen. Um größere Luftbewegungen und Staubaufwirbelungen vermeiden zu können, empfiehlt sich hier eine Fußboden- oder Wandheizung.
  • Die Haustechnik ist für Allergiker besonders entscheidend und eine Lüftungsanlage mit entsprechenden Filtern hält nicht nur allergene Stoffe draußen, sondern sorgt auch dafür, dass die Luftfeuchte im gesamten Haus im grünen Bereich bleibt, was wiederum Schimmelbildung vorbeugt. Die Filter sollten gut zugänglich und einfach zu wechseln sein, denn diese müssen natürlich regelmäßig ausgetauscht werden.
  • Die Auswahl der richtigen Baustoffe muss auf die jeweiligen Allergien abgestimmt werden. Denn auch Naturbaustoffe wie Holz, Öle und Wolle enthalten Allergene. Jedoch gefährlicher sind aber oft Binde- oder Lösungsmittel in Baustoffen.
  • Da eine Volldeklaration aller Inhaltsstoffe bei Bauprodukten nicht üblich ist, kann dies aber beim Hersteller angefordert werden. Weiterhin ist Vorsicht beim beim Verkleben von Fliesen und Teppichen oder beim Einbau von Fenstern mit den üblichen Polyurethan-Schäumen geboten. Eine möglichst "trockene" Bauweise und eine sichere Detail-Ausführung in Nassbereichen wie Bädern ist zudem eine gute Vorbeugung gegen Schimmelbildung. Da sich Milben in einer feuchten Umgebung am wohlsten fühlen, schaffen trockene Baumaterialien wie zum Beispiel gut getrocknetes Holz eine gute Abhilfe.


Gesund und tief durchatmenUm ökologische und als auch gesundheitlich verträglich geprüfte Materialien zu erkennen, empfiehlt sich auf das wichtige Gütesiegel "natureplus" zu achten.

Mittlerweile können Allergiker formaldehydfrei verleimte Holzwerkstoffplatten, lösungsmittelfreie Farben und schadstoffgeprüfte Teppiche erwerben. Für die Reinigung von Fußböden und Teppichen empfehlen sich Geräte mit Wasserfilter, die Feinstäube besser binden oder Zentralstaubsauger, da sie die mit Feinstaub belastete Abluft direkt aus dem Raum befördern.

Manche Fertighausanbieter bieten auch ein allergiegeprüftes Haus aus eigener Hand an. Allerdings sollte hier trotzdem genau nachgefragt und geprüft werden ob die Materialien auch mit dem Prüfsiegel wie z.B. "tox-proof" vom TÜV-Rheinland oder allergikergerechte Häuser mit dem Prüfsiegel "Allökh" ausgewiesen sind.

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