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Immobilien in Chemnitz (Sachsen)

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Bundesland
Sachsen
Stadt/Landkreis
Chemnitz
Ort/Gemeinde
Chemnitz
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Immobilien Chemnitz

Immobilien Chemnitz(Bild)Die kreisfreie Stadt Chemnitz ist Teil der Metropolregion Mitteldeutschland, zu der auch Leipzig, Zwickau, Halle/Saale, Dessau-Roßlau, Gera und Jena gehören. Mit 241.210 Einwohnern ist es nach Leipzig und Dresden drittgrößte Stadt des Freistaates Sachsen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt in Karl-Marx-Stadt umbenannt, weil 1952 die Länder in der DDR aufgelöst und in Bezirke eingeteilt wurden. Zur feierlichen Umbenennung am 10. Mai 1953 erläuterte der DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl: „Die Menschen, die hier wohnen, schauen nicht rückwärts, sondern sie schauen vorwärts auf eine neue und bessere Zukunft. Sie schauen auf den Sozialismus. Sie schauen mit Liebe und Verehrung auf den Begründer der sozialistischen Lehre, auf den größten Sohn des deutschen Volkes, auf Karl Marx. Ich erfülle darum hiermit den Beschluss der Regierung. Ich vollziehe den feierlichen Akt der Umbenennung dieser Stadt und erkläre: Von nun an trägt diese Stadt den stolzen und verpflichtenden Namen Karl-Marx-Stadt.“ 1990 erhielt Chemnitz ihren ursprünglichen Namen zurück. Am 23.04.1990 erfolgte eine Volksabstimmung über den künftigen Namen der Stadt. Schon am 1. Juni 1990 erfolgte eine Rückbenennung auf Chemnitz.

Bis zum heutigen Tag ist das 1971 eingeweihte Karl-Marx-Monument des russischen Künstlers Lew Kerbel, der im sächsischen Dialekt nur "Nischel" genannt wird, bekanntestes Wahrzeichen der Stadt. Nach der ägyptischen Sphinx ist es der zweitgrößte freistehend modellierte Kopf der Welt und nach dem Lenin-Kopf im russischen Ulan Ude die zweitgrößte Porträtbüste der Welt.

Der Name Chemnitz leitet sich vom gleichnamigen Fluss, welcher durch das Stadtgebiet fließt, ab. Jener beruht wiederum auf der slawischen Bezeichnung Kamjenica für Steinbach.

Trotz der Industrie ist Chemnitz sehr grün: Die Stadt besitzt mehr als 1000 Hektar Park, Wiesen und Waldgebiete. Das ergibt statistisch mehr als 60m² Grünfläche pro Einwohner.

Bis 1308 war Chemnitz freie Reichsstadt. Im Mittelalter war es ein Wirtschaftszentrum, insbesondere durch das im 14. Jahrhundert erhaltene Bleichprivileg. Der Oberbürgermeister Wilhelm André schuf 1877 das deutsche Patentrecht. Von Chemnitz kamen fortan sechsmal so viele Patente wie im deutschen Durchschnitt. In der Zeit um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert war Chemnitz sogar die reichste Stadt Deutschlands.

Nach der Wende Ende des 20. Jahrhunderts war sie die einzige Großstadt in Deutschland, wo nach 1990 wieder ein Stadtzentrum - ähnlich dem Wiederaufbau anderer Städte der direkten Nachkriegsjahre - neu geplant und gebaut wurde. Die Planungen zur Wiedergewinnung einer verdichteten Innenstadt rund um das historische Rathaus führten 1991 zu einem städtebaulichen Wettbewerb. Dieser wurde mit Hilfe der Partnerstadt Düsseldorf durchgeführt. Zur Bildung einer neuen Mitte wurde vor allem Einzelhandelsfläche im Bereich des Marktes angesiedelt, das mehr als 66.000 Quadratmeter umfasst. In der Innenstadt entstanden somit zum Beispiel die Galerie Roter Turm (seit 27. April 2000), Galeria Kaufhof (seit 18. Oktober 2001), Peek & Cloppenburg (seit 3. September 2003), Rathauspassage, Schmidt-Bank-Passage, Klosterstraße und Rosenhof. Am Rande der Stadt Chemnitz wurden große Einkaufszentren (Chemnitz Center und Neefepark) errichtet. Beim DIFA-AWARD 2006, dem internationalen Immobilienpreis der Städte, gewann die Chemnitzer Innenstadt den zweiten Preis und erzielte damit das beste Ergebnis aller deutschen Teilnehmerstädte. Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Bestehende Städtepartnerschaften von Chemnitz erstrecken sich über die ganze Welt: Tampere, Finnland (1961), Ljubljana, Slowenien (1966), Arras, Frankreich (1967), Timbuktu, Mali (1968), Ústí nad Labem (Aussig), Tschechien (1970), Lódz, Polen (1974), Mulhouse, Frankreich (1981), Manchester, Großbritannien (1983), Wolgograd, Russland (1988), Düsseldorf, Deutschland (1988), Akron, Ohio/USA (1997), Taiyuan, Volksrepublik China (1999). Chemnitz ist ebenfalls ein aktives Mitglied des europäischen Städtenetzwerkes Eurocities.

Industrie und Erfindertum

Chemnitz ist heute die in Mitteldeutschland am stärksten industrialisierte Region. Kernbranchen sind die Automobilindustrie und der Maschinenbau. Die Stadt ist mit rund 46.000 Einpendlern täglich eine Einpendlerstadt, die zu ihren Arbeitsplätzen fahren.

Seit 2005 ist die Zahl der Patentanmeldungen in Chemnitz um rund 67 Prozent gestiegen und lag bei 50,3 Patentanmeldungen je 100.000 Einwohner im Jahr 2008. Junge, innovative Unternehmen und Start-ups finden Unterstützung im Technologie Centrum Chemnitz (TCC). Das TCC ist eines der erfolgreichsten Technologiezentren Mitteldeutschlands. Bereits in der Vergangenheit waren die Chemnitzer sehr einfallsreich. In Chemnitz gemachte Erfindungen sind zum Beispiel: Der Nullenzirkel mit feststehender Achse (1874) sowie die Punktierfeder wurden von dem gelernten Uhrmacher Emil Oskar Richter erfunden. Die Grundlage für die Thermoskanne schuf der Lehrer Adolf Ferdinand Weinhold. In seinem Lehrbuch „Physikalische Demonstrationen“ beschrieb er eine Vakuum-Mantelflasche zu Laborzwecken. Das erste vollsynthetische Feinwaschmittel (Fewa) erfand 1932 Heinrich Gottlob Bertsch.

Trivia

Zu den bekanntesten Ehrenbürgern der Stadt Chemnitz zählen der Reichskanzler Otto von Bismarck, der Maler Karl Schmidt-Rottluff, der Raumfahrer (Kosmonat) Sigmund Jähn, die Eiskunstlauftrainerin Jutta Müller und die zweifache Olympiasiegerin im Eiskunstlauf Katarina Witt sowie der Schriftsteller Stefan Heym.

Der berühmte DDR-Kleintransporter Barkas wurde bis 1991 in Karl-Marx-Stadt bzw. Chemnitz gebaut.

Bei der Bevölkerung gehören 80% keiner Religion an.

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